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Wissensmanagement

Wissensmanagement befasst sich wie die zwei Wörter in diesem Wort schon sagen mit dem Management von Wissen.

Das Ziel von Wissensmanagement ist es das Wissen in Unternehmen transparent und zugänglich für das Unternehmen und der Mitarbeiter zu machen. Die Aufgabe ist den Wissensbestand und den Umgang mit Wissen zu organisieren.

Die Organisation besteht aus der Akquisition, Entwicklung, Speicherung/Aufbewahrung, Pflegen, Nutzung und Verteilung von Wissen.

Wissensmanagementmodelle

Für die Umsetzung von Wissensmanagement, wurden in den letzten Jahren einige Modelle erarbeitet. Zwei sehr bekannte Modelle auf dem Gebiet sind zum einen das Bausteinmodell von Gilbert Probst und Kai Romhardt und zu anderen die Wissensspirale von Nonaka und Takeuchi.

Bausteinmodell von Gilbert Probst und Kai Romhardt

Das Bausteinmodell von Gilbert und Kai Romhardt wurde Mitte der 1990er im dazugehörigen Buch „Wissen managen. Wie Unternehmen ihre wertvollste Ressource optimal nutzen“ publiziert.

Die Kernannahme dieses Modells ist, dass Methoden für die Lenkung und Entwicklung von Wissen benötigt werden.

Das Bausteinmodell besteht aus acht Bausteinen die einen Kreislauf bilden, der in einen äußeren und inneren Kreislauf unterteilt ist. Jeder dieser Bausteine bildet Bereiche, die berücksichtigt werden müssen.
Bausteinmodell Probst | Datenbank Lexikon

Der innere Teil des Kreislaufs befasst sich mit der Überlegung und Umsetzung von Maßnahmen. Diese Bausteine sollen die Kernprozesse des Wissensmanagements widerspiegeln. Der Kreislauf beinhaltet die Bausteine Wissensidentifikation, Wissenserwerb, Wissensentwicklung, Wissensteilung und -verteilung, Wissensnutzung und der Wissensbewahrung.

Die Verbindungen der einzelnen Bausteine bringen zum Ausdruck, dass umgesetzte Maßnahmen in einer dieser Bausteine, auch Auswirkungen auf alle anderen Bausteine mit sich ziehen. Die zwei zusätzlichen Bausteine des Kreislaufs sind Wissensziele und Wissensbewertung. Diese befassen sich mit der Überprüfung und Überwachung der gewählten Maßnahmen. Diese bilden den äußeren Teil des Kreislaufes.

Wissensspirale von Nonaka und Takeuchi (SECI-Modell)

Das Modell der Wissensspirale von Nonaka und Takeuchi wurde im Jahr 1997 entwickelt. Dieses Modell hat die Wissensschaffung im Fokus und sagt aus, dass eine Wissensbasis geschafft werden kann, wenn nach individuellem Lernen von implizitem Wissen, dieses kommuniziert und in explizites Wissens transferiert wird.

Dieses Modell befasst sich mit dem impliziten und expliziten Wissen und geht davon aus, dass es verschiedene Interaktionsmuster (Sozialisation, Externalisierung, Kombination Internalisierung) zwischen den beiden Arten gibt.

Wissensmanagement Nonaka | Datenbank Lexikon

Die Wissensspirale von Nonaka und Takeuchi besteht aus vier wichtigen Interaktionsmustern:

  • Sozialisation: Interaktion liegt in dem gemeinsamen Handeln und Beobachten. Das Implizierte Wissen wurde vorher nicht in explizites Wissen transformiert.
  • Externalisierung: Interaktion liegt in Dialogen und Metaphern und somit wird implizites Wissen zu explizitem Wissen.
  • Kombination: Verknüpfung und kombinieren von explizitem Wissen mit explizitem Wissen.
  • Internalisierung: Durch formelles und informelles Lernen kann explizites Wissen verinnerlicht und somit zu implizitem Wissen werden.

Beispiel für Wissensmanagement-Werkzeuge

Um Wissensmanagement umsetzen zu können, existieren schon einige Wissensmanagement-Ansätze. Mögliche und gängige Werkzeuge zur Umsetzung von Wissensmanagement können Wissensdatenbanken und Enterprise Search sein. Zusätzlich kann aber auch gesagt werden, dass auch viele Instrumente des Web 2.0 für eine Umsetzung von Wissensmanagement hilfreich sein können. Dazu gehören z.B. Yellow-Pages und Wikis (WikiWeb).

Wissensdatenbanken und die Enterprise Search zielen auf ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) ab. Das Suchen und die regelmäßige Aktualisierung der Informationen, sollen dem Nutzer das Auffinden von relevantem Wissen ermöglichen und erleichtern. Dadurch ist auch die Transparenz und Speicherung des Wissens gegeben.

Unter Yellow-Pages wird eine Art Telefonbuch verstanden. Die Yellow-Pages beinhalten z.B. alle Mitarbeiter eines Unternehmens. Yellow-Pages zielen darauf ab, bei speziellen Fragen z.B. zu Arbeitsprozessen, die Suche nach Mitarbeitern, mit dem benötigten und vorhandenen Wissen, zu unterstützen und zu vereinfachen.

Wikis sind das momentan meist genutzte Werkzeug des Web 2.0 für eine Umsetzung von Wissensmanagement. Diese Maßnahme zählt zu einem Ansatz des E-Collaboration. Wikis ermöglichen web-basierend nicht nur Erfahrungen und Wissen zu speichern und auszutauschen sondern auch die gemeinschaftliche Bearbeitung und Ergänzung von vorhandenem Wissen. Immer öfters ist ein Wiki im Intranet einiger Unternehmen schon zu finden.

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Autor: Kristina
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