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Open Data

Mit Open Data sind Daten gemeint, die sich an die Allgemeinheit richten und öffentlich zugänglich sind. Handelt es sich um Datenbestände aus dem öffentlichen Sektor, spricht man von Open Government Data.

Open Data Angebote enthalten beispielsweise statistische Daten (Einwohnerzahlen, u.ä.), Geodaten, Haushalts- und Finanzdaten, Veranstaltungsdaten oder Umwelt- und Klimadaten.

Wichtig dabei ist, dass personenbezogene Daten dürfen nicht als Open Data bereitgestellt werden.

Als Standard für Open Data gelten die 10 Prinzipien der Sunlight Foundation: Leichter Zugang, Maschinenlesbarkeit, Vollständigkeit, Diskriminierungsfreiheit,Verwendung offener Standards, Primärquellen, Zeitliche Nähe, Lizenzierung, Dauerhaftigkeit und Nutzungskosten.

Was ist Open Data?

Bereits 1766 beschloss Schweden die Verwaltungstransparenz im Gesetz über die Pressefreiheit. In den 1960-er Jahren führten die USA den „Freedom of Information Act“ ein. Der eigentliche Begriff „Open Data“ tauchte erstmalig 1995 in einem Dokument einer amerikanischen, wissenschaftlichen Agentur auf. Dabei ging es um die Offenlegung von geophysikalischen Daten und um Umweltdaten.

Die Autoren vertraten die Ansicht, dass Atmosphäre, Ozeane und Biosphäre eine Einheit bilden, und daher der vollständige und offene Austausch wissenschaftlicher Informationen zwischen den verschiedenen Ländern ermöglicht werden müsse, um eine Voraussetzung für die Analyse und das Verständnis dieser globalen Phänomene zu schaffen.

2003 erschien eine Studie der OECD mit dem Titel „Open Government: Fostering Dialogue with Civil Society“. 2009 schließlich unterzeichnete Barack Obama das „Memorandum on Transparency and Open Government“.

Drei Argumente, die gegen das Thema Open Data sprechen

Ein Argument gegen Open Data ist das Urheberrecht und der damit verbundene Wunsch des Urhebers mit seinen Daten Geld zu verdienen.

Ein weiteres Contra-Argument ist die Konkurrenz zwischen durch Steuergeldern geförderten Informationssammlungen und den Angeboten kommerzieller Anbieter.

Als dritter Contra-Punkt kann der mögliche Missbrauch offengelegter Daten genannt werden.

Drei Argumente, welche die Vorteile von Open Data aufzeigen

Das mächtigste Argument pro Open Data ist die vielvertretene Ansicht, dass alle Daten den Menschen gehören. Dabei wird meist von Genomen, umweltwissenschaftlichen Daten und Daten der medizinischen Forschung gesprochen. In diesem Zusammenhang wird oft der Satz „Fakten können nicht dem Urheberrecht unterliegen“ gebraucht.

Ein weiteres Pro-Argument für Open Data ist die Förderung der Forschung.

Als dritter Punkt für Open Data können besser informierte Bürger und Unternehmen dienen, die bei den Ämtern keine Kosten durch Anfragen mehr verursachen. Unternehmen können einfacher Geld erwirtschaften, wenn ihnen die notwendigen Daten für ihre Projekte kostenfrei zur Verfügung stehen.

Beispiel: Verwendung von Open Data

Ein gutes Beispiel für die Verwendung von Open Data ist Wikipedia. Die Online-Enzyklopädie wird komplett freiwillig und unentgeltlich betreut. Absolut jeder darf an diesem Projekt mitarbeiten. Die Benutzer erstellen die Beiträge teilweise gemeinsam, korrigieren Beiträge anderer Autoren oder ergänzen Einträge im Wiki.

Innerhalb der Wikipedia Community können sich die verschiedenen Autoren untereinander austauschen und über die Einträge, bzw. deren Änderungen und Ergänzungen diskutieren.

Sämtliche Informationen, bis hin zu den Diskussionen und Versionsänderungen der Artikel, können von jedem Menschen eingesehen werden. Es existieren 280 Sprachversionen von Wikipedia, somit sind diese „Open Data“ weltweit verfügbar.

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Autor: Kristina
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