Startseite » Datenbank Lexikon » IP-Management

IP-Management

IP-Management steht für Intellectual Property Management. Es geht dabei um die Verwaltung des geistigen Eigentums.

Darunter fallen Patente, Marken, erlangtes Wissen, Source-Code, Forschungsergebnisse, Internet-Domains, usw. Das geistige Eigentum eines Unternehmens gehört zum immateriellen Unternehmensvermögen.

Je größer ein Unternehmen mit der Zeit wird, umso schwieriger wird es das erlange Wissen zu erhalten und konsequent zu verwalten.

IP-Management wird von jedem Unternehmen anders aufgebaut und gelebt. Die Kunst liegt darin, das gesammelte Wissen sorgfältig zu strukturieren und für eine lange Zeit vorzuhalten.

Aufbau und Funktionsweise von IP-Management

Jedes Unternehmen besitzt geistiges Eigentum. Beginnend mit dem Firmennamen und dem Logo, über vorhandenes Wissen und Know How, bis hin zu kreativen Ideen. Darüber hinaus zählen dazu angemeldete Patente, registrierte Schutzrechte, sämtliche Veröffentlichungen, Urheberrechte, Software-Entwicklungen und Erfindungen. Auch nicht eingetragene Geschmacksmuster und die Betriebsgeheimnisse zählen zum geistigen Eigentum.

Das IP-Management verwaltet diese Werte und ist bestrebt ein Wachstum herbeizuführen. Dadurch soll das Unternehmen konkurrenzfähig bleiben. Der richtige Umgang mit Patenten birgt darüber hinaus eine enorme wirtschaftliche Komponente.

Innerhalb des IP-Management werden drei wesentliche Merkmale unterschieden:

Das ganzheitliche IP-Management

Hierbei ergänzen sich alle Elemente des geistigen Eigentums. Schutzvoraussetzungen und Schutzwirkungen greifen ineinander. Das IP-Management betrachtet die Gesamtheit aller IP-Objekte, berücksichtigt eventuelle Unterschiede und nutzt sämtliche Einheiten. Gemeinsam ergeben diese eine einheitliche Vermögensbasis.

Das systemische IP-Management

Beim systemischen IP-Management bildet das geistige Eigentum ein System in sich und untergliedert sich in Subsysteme und Funktionalitäten. Das System „geistiges Eigentum“ ist dabei Bestandteil des übergeordneten Systems „Gesamtunternehmen“. Das IP-Management-System steht in ständiger Korrespondenz mit anderen Systemen und dem Gesamtsystem.

Das prozesshafte IP-Management

Hierbei unterliegt das geistige Eigentum ständigen Veränderungsprozessen. Dazu zählen rechtliche Änderungen und Änderungen durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Auch die Gegebenheiten am Markt, die wirtschaftliche Unternehmenssituation und die Entwicklung neuer oder geänderter Ziele wirken auf das IP-Management ein. Auf sämtliche Anpassungen muss zeitnah reagiert werden.

Vorteile eines guten IP-Managements

Die Vorteile eines guten IP-Managements liegen auf der Hand. Wenn das geistige Eigentum eines Unternehmens oder einer Person nicht nur geschützt, sondern auch optimal verwaltet wird, ergeben sich daraus positive wirtschaftliche Aspekte. Nutzt eine Firma beispielsweise verschiedene Patente nicht selbst, können diese gegen eine Lizenzgebühr anderen Unternehmen angeboten werden.

IP-Management Praxisbeispiel in Unternehmen

Mögliche Einsatzgebiete von IP-Management sind die Verwaltung von Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern, entwickeltem Software-Code oder wissenschaftlichen Forschungsergebnissen.

Eine Software-Firma verfügt generell über ein anders gelagertes geistiges Eigentum als ein chemisches Forschungslabor. Beide geistigen Werte unterliegen jedoch denselben Bedingungen für das IP-Management.

Möglich sind ebenfalls gemischt ausgelegte Einsatzgebiete in Unternehmen mit verschiedenen Wirtschaftszweigen, Forschungsteams und Zielsetzungen. In diesem Fall gehört zum Einsatzgebiet des IP-Managements ein Überblick über die Gesamtheit der Projekte und des gesamten geistigen Eigentums. Oft existieren zwischen scheinbar völlig verschiedenen Projekten und Zielsetzungen Synergien.

Das IP-Management hat die Aufgabe diese Synergien zu erkennen, zu verwalten und wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Weiterführende Artikel

Autor: Kristina
2 Bewertungen 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...
0