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E-Commerce

E-Commerce steht für „Electronic Commerce“ und bedeutet übersetzt „Elektronischer Handel“. Damit ist der Handel im Internet über die sogenannten „Online-Shops“ gemeint. Der Kauf der Waren und Dienstleistungen erfolgt über eine Internetseite. Der Kaufvertrag wird durch einen abschließenden Klick im Rahmen des E-Commerce-Programms (Online Shopping-Software) geschlossen. Auch Online-Banking und Online-Kundenservice (Ticketsysteme, Helpdesks) werden unter dem Begriff E-Commerce zusammengefasst.

Streng genommen, beginnt die Geschichte des E-Commerce bereits in den 80-er Jahren mit dem BTX (Bildschirmtextsystem) der Deutschen Bundespost. Dieses System funktionierte fast ausschließlich über Texteingaben, die Bezahlung erfolgte über die Telefonrechnung. Mit dem BTX war es bereits damals möglich Theaterkarten zu bestellen, Reisen zu buchen und Bücher zu kaufen. Zudem konnten Informationen in kostenpflichtigen Datenbanken gesucht werden.

Das E-Commerce, wie wir es heute kennen, begann 1994 mit der Gründung des Online-Warenhauses Amazon. Zu diesem Zeitpunkt handelte es sich bei Amazon um einen reinen Büchervertrieb. 1995 folgte das Auktionshaus Ebay. In den folgenden Jahren fand ein reger Ansturm auf die Online-Geschäftswelt statt. Immer mehr Firmen drängten ins World Wide Web und begannen ihre Produkte neben dem Ladengeschäft auch online anzubieten. Heute existieren auch reine Internet-Händler, die kein eigentliches Ladengeschäft mehr betreiben.

Anforderung an ein E-Commerce-System

Bei den Anforderungen an ein E-Commerce-System sollte zwischen den Kundenanforderungen und den Händleranforderungen unterschieden werden. Der Kunde erwartet ein leicht zu bedienendes System, welches schnell auf Suchanfragen reagiert und bestmögliche Suchergebnisse liefert. Die Bestellabwicklung muss einfach und effizient sein. Unterschiedliche Kunden erwarten unterschiedliche Versand- und Bezahlmethoden, welche vom E-Commerce-System unterstützt werden müssen.

Der Händler hingegen betrachtet die Anforderungen aus einem anderen Blickwinkel. Das E-Commerce-System muss neue Produkte schnell und unkompliziert erfassen können. Dies sollte auch als Massenerfassung möglich sein. Ein gutes E-Commerce-System lässt sich an das Warenwirtschaftssystem des Händlers anbinden. Die Einbindung der Bezahl- und Versandmöglichkeiten muss einfach sein und darf keine oder nur geringe Kosten bei ihrer Nutzung erzeugen. Im Idealfall lässt sich das System per Schnittstelle an die Banking- und/oder Buchhaltungssoftware, sowie die Logistik-Software anbinden oder deckt diese bereits mit ab.

E-Commerce-Systeme im B2B- und B2C-Umfeld

E-Commerce-Systeme werden in die Bereiche B2B (Business to Business) und B2C (Business to Costumer) unterteilt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei B2B um einen Online-Shop, der sich an Unternehmen richtet. Die Abnahmemengen sind größer, die Produktpalette ist stark kategorisiert, das Shop-System ist weniger auf Design-Aspekte, dafür mehr auf Funktionalität und eine schnelle Handelsabwicklung ausgelegt. B2C richtet sich an Endabnehmer, die Shop-Systeme sind mehr auf Design ausgelegt und es werden oft einzelne Artikel verkauft.

Beispiel eines E-Commerce-Systems

Als Beispiel für ein E-Commerce-System dient der fiktive Online-Händler „Meier Bekleidungshaus“. Der Händler spielt neue Produkte in Form einer CSV-Datei über eine Schnittstelle ins System ein (Massen-Import). Dabei verweisen Bild-Links direkt auf die zuvor hochgeladenen Bild-Dateien der Produkte. Auch eine Kategorisierung und mögliche Stichworte für die Produktsuche werden direkt beim Import angelegt.

Der Kunde kann den Online-Shop in aller Ruhe durchstöbern und eine Freitextsuche mit Vorschlagsliste für die Suchbegriffe nutzen. Es werden auch ähnliche Produkte gefunden.

Sofern der Kunde über ein Kundenkonto verfügt, wird ihm anhand vorheriger Suchen und Bestellungen eine zu seinem Kundenprofil passende Suchtreffer-Auswahl angezeigt. Auch werden ihm Kaufvorschläge unterbreitet, die bereits getätigte Bestellungen ergänzen oder von anderen Kunden mit ähnlichen Profilen gekauft wurden.

Der Kunde fühlt sich gut aufgehoben und verstanden. Sobald er sich für ein Produkt entscheidet, legt er es in den digitalen Warenkorb. Dann folgt er dem Bestellprozess des Systems und wählt die von ihm gewünschte Bezahl- und Versandmethode.

Nach Erhalt seiner Lieferung, hat er die Möglichkeit das von ihm erworbene Produkt zu bewerten.

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Autor: Thomas
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