Startseite » Datenbank Lexikon » Data Management Platform

Data Management Platform

Mit einer Data Management Platform, kurz auch DMP genannt, kann eine große Menge von Daten gesammelt werden. Außerdem werden diese Daten weiterverarbeitet und so aktiv für ein speziell auf den Kunden zugeschnittenes Marketing verwendet.

Eine Data Management Platform ist dabei ansatzweise vergleichbar mit einer sehr großen Datenbank. Die Daten werden jedoch nicht nur gesammelt, sondern auch sortiert und so verarbeitet, dass die Daten anschließend genutzt werden können.

Aus dem heutigen Online-Marketing ist eine Data Management Platform (DMP) nicht mehr wegzudenken.

Data Management Platform – Aufbau und Funktionsweise

Bei einer Data Management Platform handelt es sich nicht direkt um eine Datenbank, sondern um eine Softwareplattform. Diese sammelt unterschiedliche Daten von Nutzern digitaler Medien. Anschließend werden die Daten verarbeitet und für die weitere Verwendung aufbereitet. Damit die DMP ihr vollständiges Potenzial nutzen kann, muss diese einen direkten Zugang zu den Daten haben. Das bedeutet, dass die DMP schon zu Beginn des Sammelns der Daten angebunden sein sollte, da eine spätere Einbindung und das Einpflegen von Daten sehr umständlich ist.

Die Data Management Platform sammelt Daten von unterschiedlichen Plattformen, wie beispielsweise Webseiten, mobile Daten, Smart-TV Daten, Daten aus sozialen Netzwerken, Daten von Werbebannern und Daten von Einkäufen.

Wurden die Daten einmal gesammelt, werden sie nach einer bestimmten Hierarchie sortiert und in Segmente eingeteilt. Diese Einteilung erfolgt je nach Businessmodel. Nach dem Sortieren und Klassifizieren der Daten erfolgt die Analyse, um Verhaltensmuster und Trends zu erkennen. Danach können die Daten dann für den gewünschten Zweck verwendet werden.

Wann ist eine Data Management Platform wirklich notwendig?

Ein großer Vorteil der Data Management Platform ist, dass die Daten wiederverwendet werden können. Das bedeutet beispielsweise, dass sich nicht nur erkennen lässt, welche Artikel die Kunden in den Warenkorb gepackt und dann doch nicht bestellt haben, sondern dass diese Artikel dann später über bestimmte Werbung wieder angeboten werden können. Eine DMP lohnt sich also dann, wenn man die Daten nicht nur erheben, sondern sie auch wiederverwenden möchte.

Durch die Nutzung unterschiedlicher Absatzkanäle ist es für Firmen wichtig, über alle vorhandenen Kanäle die richtige Zielgruppe mit der richtigen Werbung zu versorgen. Dabei ist besonders der Kontext der Werbung wichtig. Mit einer DMP können Kunden so Artikel angeboten werden, die sie noch nicht besitzen, für die sie sich aber interessieren.

Aufgrund dieser Art des individuellen Marketings kann der Customer Lifetime Value erhöht und eine stärkere Bindung zum Kunden geschaffen werden.

Praxisbeispiele für Data Management Platforms

Praxisbeispiele für eine Data Management Platform sind zum Beispiel die Systeme von Adex und der Adobe Audience Manager. Beide Systeme können als Standalonelösung genutzt werden. In diesen Systemen können die gesammelten und verarbeiteten Daten auch mit Dritten geteilt werden, wenn das gewünscht ist.

Eine weitere Lösung ist das Lotame DMP. Bei diesem System ist es beispielsweise möglich, Daten von Drittanbietern mit einzubinden.

Egal für welches System man sich entscheidet, alle haben Besonderheiten und Vor- und Nachteile. Deshalb sollte man sich als Kunde genau überlegen, welche Möglichkeiten man als Anwender benötigt.

Weiterführende Artikel

Autor: Kristina
2 Bewertungen 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...
0