Lizenzmodelle für ERP Software

ERP Anbieter bieten heutzutage verschiedene Lizenzmodelle für ihre ERP-Systeme an. Das Lizenzmodell für eine ERP Software richtet sich je nach Aufgabe und Funktionsumfang.

Dabei ist zu beachten, dass ERP Software auch modular lizensiert werden kann, falls der Bedarf besteht.

Das heißt, dass einige Basismodule kostenlos zur Verfügung gestellt werden, wohingegen andere Modulbausteine kostenpflichtig sind. Diese Variante der Implementierung wird oft bei Open Source ERP Systemen verwendet.

ERP Software Lizenzmodelle – Alle Lizenzmodelle im Detail

Open Source Lizenz für ERP Software

Open Source ERP Software ist prinzipiell kostenlos, frei verfügbar und leicht anpassbar. Der offengelegte Quellcode erlaubt eine flexible Anpassung der ERP Software. Durch Individualprogrammierung ist es möglich, die Softwarelösung speziell auf die Bedürfnisse des Kunden zuzuschneiden. Auch wenn bei Open Source ERP Software keine Lizenzgebühren anfallen, entstehen Kosten für die Anpassung und Erweiterung der ERP Software für das gewünschte Modul.

Freeware Lizenz für ERP Software

Freeware ERP Software kann kostenlos genutzt werden. Freeware Software im ERP-Bereich unterliegt, wie andere Software auch, den Copyright-Bestimmungen und ist somit geschützt. Die Software darf nicht ohne Zustimmung des Urhebers geändert werden. Es gibt auch eine Reihe von Freeware ERP Software, die nur unter bestimmten Voraussetzungen – z.B. Testzwecken – zugelassen ist und deren Weitergabe eingeschränkt.

Shareware Lizenzmodell für ERP Software

Bei Shareware ERP Software handelt es sich um ein Vertriebskonzept, dass einen „Kauf auf Probe“ ermöglicht. Die Software kann kostenlos heruntergeladen werden und ist bis zum Ablauf der Probezeit im kompletten Umfang einsetzbar. Die Dauer der Testphase wird entweder nach Tagen oder Aufrufen des Programms berechnet.

Concurrent User Lizenz für ERP Software

Die Concurrent User Lizenz für ERP Software limitiert den Zugang von möglichen Benutzern auf das ERP-System. Der Zugang der möglichen Verbindungen kann über mehrere Wege geprüft werden, z.B. über die IP-Adressen oder der dynamischen Schlüsselgenerierung. Bei einer Concurrent User Lizenz für 25 Benutzer ist der Zugang für den Benutzer 26 nicht möglich und wird durch technische Barrieren verhindert. Erst beim Verlassen eines Nutzers kann sicher der neue Benutzer am System anmelden. Unternehmen, die sich für Concurrent User Lizenzmodell entscheiden, müssen in ihrer Kalkulation nicht nur den aktuellen Stand der Lizenzen, sondern auch den zukünftigen Stand der täglichen Anmeldungen am System berücksichtigen, damit es nicht zu Zugangsengpässen kommt.

Named User Lizenz für ERP-Software

Eine Named User Lizenzmodell definiert, welche Benutzer das System nutzen kann. Jeder Benutzer wird mit einem generischen Schlüssel im System hinterlegt und muss beim erstmaligen Anmelden das Passwort ändern und sich anhand von bestimmen Methoden authentifizieren. Obwohl dieses Lizenzmodell eine gute Kalkulation für eine ERP-Spftware ermöglicht, birgt es dennoch eine erhebliche Schwachstelle. Benutzer, die keinen direkten Zugang zum System besitzen, können über Kollegen oder andere Zugangsmöglichkeiten in das System gelangen. Daher ist dieses Lizenzmodell unter dem Aspekt „Sicherheit“ mit Vorsicht zu genießen.

Pay per Use-Lizenmodell für ERP Software

Das Pay per Use-Lizenzmodell wird für ERP Software auch immer beliebter. Dieses Lizenzmodell ist besonders in Cloud-Applikationen vorzufinden und hat sich als quasi Standard etabliert. Ein Unternehmen bezahlt nur die Lizenzen, die auch wirklich benötigt werden. Damit werden Zugangsengpässe unterbunden und die Flexibilität eines Unternehmens gesteigert. Lizenzen können binnen Sekunden dazu bestellt und nach einiger Zeit wieder abbestellt werden. Die Kosten für eine Lizenz werden nach einem Zeit- oder Datenvolumen berechnet und ist damit für ein Unternehmen eine leichte Kennzahl für eine Kostenkalkulation. In der Praxis ist das Pay per Use-Lizenzmodell schon sehr weit verbreitet und wird der kommende Standard auch in anderen Bereichen wie im Customer Relationship Management oder Business Intelligence-Umfeld werden.

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Autor: Markus
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