Logisches Datenbankdesign

Im logischen Datenbankdesign wird die Umwandlung des konzeptionellen Designs auf die Datenstrukturen der Datenbank angepasst. Ein wichtiges Ziel im logischen Datenbankdesign ist die Eliminierung von Redundanzen und die einmalige Speicherung der Daten vorzubereiten.

Das logische Datenbankdesign stellt den zu implementierenden Entwurf der Datenbank dar. Ausgangsbasis des logischen Entwurfs ist das konzeptionelle Datenbankdesign, das die fachlichen Anforderungen eines Realwelt-Prozesses erfasst.

Mit dem logischen Modell wird eine Beschreibung erstellt, die vom letztendlich eingesetzten relationalen Datenbank-Management-System (RDBMS) unabhängig ist. Es stellt „nur“ die logischen Tabellenstrukturen und Beziehungen zwischen den Tabellen dar.

Bestandteile eines logischen Datenbankmodells

Das in der konzeptionellen Phase entwickelte ER-Diagramm wird in eine Tabellenform überführt. Jede Entität, also jedes Objekt, des ER-Modells wird zunächst zu einer Tabelle zugeordnet. Um die Beziehungen zwischen den Entitäten bzw. den Tabellen abzubilden, werden Primär-Fremdschlüssel-Beziehungen in Form zusätzlicher Attribute in die jeweilige Tabelle eingefügt. Es werden folgende Sachverhalte festgelegt:

  • Tabellen -> deren Bezeichnung und Aufbau
  • Primär- und Fremdschlüssel / Referenzielle Integrität
  • Zusätzliche Attribute
  • Integritätsbedingungen
  • Konsistenzbedingungen

Überführung des konzeptionellen Modells in ein Relationenmodell – Beispiel

Das ER-Diagramm wird mit Hilfe des logischen Datenbankdesigns in ein Relationenmodell überführt. Um diesen Übergang zu beschreiben, wird das Beispiel aus dem konzeptionellen Datenbankdesign wieder aufgegriffen.

Relationenmodell Beispiel | Datenbankdesign

Das Relationenmodell wird folgendermaßen dargestellt:

  • Tabelle Personal für eine Firma – FIR_PER (PERNR, FIRNR, WERNR, ABTNR, PERUSER, AKTIV, TITEL, GENUS, VORNAME, NAME, STRASSE, PLZ, ORT, LAND, TELEFON, FAX, MOBIL, EMAIL, BEM, GEBDATUM, EINTRITT, AUSTRITT)
  • Tabelle Abteilung für eine Firma – FIR_ABT (ABTNR, FIRNR, ABTUSER)

In diesem Fall gibt es zwei Beziehungsrichtungen. Ein Mitarbeiter ist einer Abteilung zugeordnet und enthält die Referenz auf die Abteilungsnummer. Zudem enthält die Relation Abteilung die Information, wer die Abteilung leitet. Diese wird aus der Mitarbeitertabelle referenziert, wodurch die Relation Abteilung einen Fremdschlüssel der Mitarbeitertabelle enthält.

Im Relationenschema muss darauf geachtet werden, dass die Normalisierung eingehalten wird, sonst könnte es zu Anomalien und fehlender Integrität kommen. Welche Normalisierungsstufe angewendet werden muss, hängt stark vom Zweck der Datenbank ab und muss bereits in der Analyse des Einsatzzwecks ermittelt und festgelegt werden.

Mit der Erstellung des logischen Datenbankmodells wird die Grundlage für die Implementierung auf einem Ziel-DBMS geschaffen, dieses wird über das physische Datenbankdesign beschrieben.

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Autor: Markus
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