Relationale Algebra

Die Relationale Algebra ist eine formale Sprache für relationale Datenbanken und erlaubt es, aus zwei oder mehreren Relationen eine neue Relation zu bilden.

Damit lassen sich beispielsweise zwei Relationen verknüpfen, filtern oder umbenennen. Die Ergebnisse aller Operationen  sind ebenfalls Relationen. Aus diesem Grund bezeichnet man die Relationenalgebra als abgeschlossen.

Gleichzeitig stellt die relationale Algebra eine prozedurale Sprache dar.

Konformität relationaler Mengenoperatoren

Um zwei Mengen in einem Operator der relationalen Algebra verarbeiten zu können, müssen diese konform sein. Die Mengen müssen zusammenpassen, was sich durch die Anzahl, den Typ, die Reihenfolge und den Namen der Attribute in zwei Mengen widerspiegelt.

Einsatz in relationalen Datenbanken

Die relationale Algebra ist in das Datenbankmanagementsystem (DBMS) integriert und wird bei der Übersetzung und Ausführung von SQL Befehlen genutzt. Ein Anwender oder Datenbankentwickler kommt nicht direkt damit in Berührung, sondern nutzt nur dessen Eigenschaften. Die verwendeten Funktionen werden auch als Datenbankoperationen bezeichnet.

Operationen in der relationalen Algebra

Jede Basisoperation der relationalen Algebra verwendet eine eigene schriftliche Symbolik:

  • Selektion: σ
  • Projektion: ∏
  • Vereinigung: ∪
  • Durchschnitt: ∩
  • Kartesisches Produkt: ×

Bei der Selektion, Projektion und der Umbenennung wird je nur eine Relation verarbeitet, weswegen diese Operationen auch als unär bezeichnet werden. Benötigt ein Operator zwei Relationen zur Verarbeitung wird dieser als binär bezeichnet. Bei diesen Operationen entsteht eine Relation mit der Ergebnismenge. Dies trifft für die Operationen  Vereinigung, Differenz und Kartesisches Produkt zu.

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Autor: Mandy
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