Weiche Faktoren bei Business Intelligence-Projekten

Der zweite Bereich der Voraussetzungen für Business Intelligence-Projekte dreht sich mehr um weiche Faktoren, zum Beispiel um Fragen der Herangehensweise und der Verwendung der Ergebnisse.

Neben allen technischen und harten Faktoren, wie Datenbestände, Infrastruktur, eingesetzte Technologie usw., lässt sich ein wesentliches Element von BI-Projekten ganz kurz beschreiben: „Agile“. Das Schlagwort Business Intelligence ist zwar schon seit einigen Jahren auf dem Markt, aber erst jetzt reift so langsam das wahre Potenzial dieser Methodiken.

Oft kommt es häufig vor, dass Projekte mit einem klar umrissenen Fokus gestartet werden, aber mit der Zeit links und rechts neben dem Fokus andere interessante Fakten zutage treten, die es wert sind, weiter betrachtet zu werten.

Oftmals ist das gewünschte Ergebnis von Business Intelligence-Projekten in der Tat nicht ganz klar, und daher muss die Bereitschaft mitgebracht werden, auch den Blick ein wenig außerhalb des Projektfokus zu haben, um neuartige Informationen, an die man vorher überhaupt nicht dachte, nicht zu verlieren. Im Wesentlichen lassen sich die weichen Faktoren für Business Intelligence-Projekte wie folgt darstellen.

Die Bereitschaft, Dinge kritisch zu hinterfragen

Business Intelligence bietet die Möglichkeit, Dinge, die seit langer Zeit Bestand haben, kritisch in Frage zu stellen. Es können veränderte Strukturen analysiert, neue Informationskombinationen erstellt, es können auch einfach Änderungen auf Verdacht betrachtet werden.

Die Bereitschaft, unkonventionell zu denken und visionär zu handeln

Eines der bekanntesten Beispiele aus dem Data Mining Umfeld ist WalMart, einer der Vorreiter zum Thema Warenkorbanalyse. Eine Analyse ergab, dass 80% der männlichen Käufer von Babywindeln auch gleichzeitig Bier kaufen. Das hatte zur Folge, dass beide Produkte nun zusammengestellt wurden. Das Ergebnis war dann, dass der Absatz der Produkte signifikant anstieg. In Business Intelligence-Projekten muss zugelassen werden, dass Dinge in Betracht gezogen werden dürfen, die auf den ersten Blick vielleicht als unsinnig verworfen werden würden.

Die Bereitschaft, Management Attention zu erzwingen

Aus den oben genannten Punkten erkennt man, dass Business Intelligence-Projekte den einen oder anderen Umweg nehmen müssen, um erfolgreich zu werden. Dazu gehört allerdings, dass dies auch seitens des Managements akzeptiert ist.

Es ist sehr hilfreich für BI-Projekte, wenn diese mit der entsprechenden Unterstützung vom dafür zuständigen Management versehen sind. Dies erhöht wesentlich die Akzeptanz und die Bereitschaft, sich in solche Vorgänge mit einzubringen.

Weiche Faktoren fördern den Projekterfolg!

Zusammengefasst sind sowohl harte (technische) als auch weiche (organisatorische) Faktoren notwendig, um das Thema Business Intelligence erfolgreich in einem Unternehmen etablieren zu können.

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Autor: Kristina
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