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Arbeitswelt der Zukunft

Arbeitswelt der Zukunft | Datenbank Blog

Künstliche Intelligenz und Cognitive Computing sind auf dem Vormarsch. Was bedeutet das für unsere Arbeitswelt und vor allem für unseren Arbeitsplatz bzw. unsere Berufsbilder. Was für uns heute wie eine schöne Spielerei mit einem Hauch von Science-Fiction klingt, kann in ein paar Jahren zu existenziellen Problemen für sehr viele werden. In den folgenden Abschnitten werden mit zum Teil überspitzten Thesen ausgewählte Entwicklungen und Szenarien aufgezeigt und welche Konsequenzen sie haben können.

Selber fahren war gestern – autonomes Fahren ist keine Zukunftsmusik mehr!

Autonomes Fahren und intelligent vernetzte Fahrzeuge werden das Verkehrswesen auf den Kopf stellen. Taxis und Busse werden keinen menschlichen Fahrer mehr benötigen, die ersten Pilotprojekte laufen seit wenigen Jahren. Auch Züge und U-Bahnen werden wohl auf lange Sicht keine menschlichen Fahrer mehr benötigen. Ebenso werden LKW-Fahrer betroffen sein. Für die Unternehmen in diesen Branchen bietet das Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten, da schon seit Jahren offene Stellen wegen dem Fachkräftemangel nicht besetzt werden und die Personalkosten reduziert werden können.

Der Wegfall dieser Stellen verknappt aus Sicht der Arbeitnehmer jedoch das Stellenangebot, weshalb weniger qualifizierte Menschen, um die wenigen restlichen Arbeitsplätze konkurrieren.

Wer braucht noch Büros? – ein Serverschrank reicht!

Die Entwicklung wird auch vor Bürojobs wie Buchhaltern, Kaufleuten, Sachbearbeitern aber auch Controllern und Logistikern keinen Halt machen. Besonders bei Berufen, die heute mit unqualifiziertem Personal besetzt werden müssen oder unbesetzt bleiben, werden Unternehmen Wege Suchen und Erschließen, um diese Arbeitsplätze von Maschinen und Softwaresystemen ausfüllen zu können.

Gelingt hier der Durchbruch, werden die Arbeitsplätze flächendeckend ersetzt werden. Anstatt Büros für Mitarbeiter zu mieten oder zu bauen, werden Unternehmen die Flächen für Serverräume und Rechenzentren benötigen.

In der industriellen Fertigung werden intelligente, autonome Roboter die fehlenden Fachkräfte ersetzen und einfache Arbeiter ganz verdrängen.

Made in „meiner Stadt“? – lokale Händler sind wieder im Trend!

Zudem wird auch die Frage interessant, was Industrieunternehmen künftig noch an Waren produzieren werden. Der 3D-Druck hat sich mittlerweile etablieren können und erschließt immer mehr Bereiche der Herstellung.

Vielleicht gibt es künftig Druckzentren in den Städten und Gemeinden, wo Konsumenten hingehen und ihren Bedarf an Waren selbst designen und ausdrucken können. Dann fällt nicht nur die Nachfrage bei den Unternehmen weg, sondern auch der Transport per LKW, Schiff oder Flugzeug.

Software ist das halbe Arbeitsleben – Arbeitsprozesse müssen überdacht werden

Auch Software verändert seit Jahren unser Leben, unsere täglichen Gewohnheiten und unsere Arbeit. Mit Apps können wir ohne Probleme Telefonieren, Nachrichten schreiben, Dokumente erstellen und uns im kreativen Bereich austoben.

Wir können quasi alles von unterwegs aus erledigen. Wir brauchen nicht mehr in ein Büro kommen oder feste Arbeitszeiten einhalten. Was heute vor allem viele Start-ups anbieten, wird sich auch auf andere Unternehmen übertragen, die im Kampf um qualifiziertee Fachkräfte etwas bieten müssen.

Welche Fähig- und Fertigkeiten werden benötigt?

Die seit einigen Jahren gepriesene Kompetenz des Wissens darüber wo man eine Information finden kann, wird überflüssig. Das Auffinden von Wissen und Informationen können Softwaresysteme sehr viele besser und vor allem schneller und umfangreicher.

Wer nichts kann und grundlegende Konzepte nicht beherrscht ist unqualifiziert, das gilt übrigens heute schon, nur wollen es viele Hochschulabsolventen bisher nicht wahrhaben. Eine oberflächliche und breite Ausbildung an (Fach-)Hochschulen wird künftig keine Jobgarantie mehr sein. Es werden Spezialisten benötigt, die ihr Gebiet beherrschen, so gut, dass eine KI oder ein kognitives System nicht an die Effektivität und Effizienz herankommt.

Bares für Wahres – komplexe Jobs werden gut bezahlt!

Künftig werden Fähigkeiten gebraucht und gut bezahlt, die künstliche Intelligenz und Cognitive Computing nicht lernen können. Dazu gehören Empathie, Fürsorge, soziale Intelligenz und Verhandlungsgeschick. Die heute geschätzten, aber kaum (monetären) Wert habenden Berufe der Pflege und Kinderbetreuung oder des gesellschaftlichen Zusammenkommens werden nicht ersetzt werden können.

Auf der anderen Seite wird es auch Berufe der Menschenführung, der Lehre und Ausbildung sowie der strategischen Planung auf absehbare Zeit weiterhin geben, da künstlich intelligente Systeme hier noch Defizite gegenüber dem Menschen haben.

Künstlerische Berufe sind im Übrigen auch nicht vor der KI gewappnet. Mittels Deep Learning ist es Computersystemen möglich Romane zu schreiben, Bilder zu kreieren, Songtexte und Melodien zu entwickeln und Filme zu erzeugen.

Euer Datenbanken-verstehen.de Team

Über den Autor

Mandy

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